Meine Schafe
Seit 2025 leben vier Ouessantschafe bei uns. Mit ihrer ruhigen, wachsamen Art bringen sie Ruhe, Nähe und oft auch ein kleines Lächeln in den Alltag. Ihre Weide liegt fußläufig zwischen Feldern und Höfen. Dorthin begleiten wir die Schafe zu Fuß. Das ruhige Laufen am Strick haben die Schafe Schritt für Schritt gelernt. Auf der Weide warten frisches Gras und viel Platz für kleine, ruhige Momente – zum Beobachten, Picknicken, Lachen oder einfach zum Draußensein.
Lotti
Wenn jemand diesen Titel verdient, dann Lotti. Während die anderen noch überlegen, ist sie meist schon da – ganz nah, lässt sich streicheln und versucht charmant, in erster Reihe an das Futter zu kommen.
Klein, wollig und einfach zum Verlieben begegnet sie Menschen ruhig, selbstbewusst und unaufdringlich. Sie war die Erste, die aus der Hand gefressen hat, und geht auch bei neuen Angeboten mutig voran. Die Wippe beansprucht sie gerne für sich – notfalls auch mit einem sanften Schubs für die anderen. Still, klar und ganz bei sich zeigt Lotti, dass Mut nicht laut sein muss.
Erna
Erna weiß genau, wer sie ist – und dass man sie ruhig bemerken darf. Sie ist die lauteste und frechste der Herde, aber immer mit einer Extraportion Charme.
Gerne steht sie am Zaun und ruft nach Aufmerksamkeit, so wie es sich für eine echte Prinzessin gehört. Wenn es um Futter geht, ist Erna garantiert die Erste: Sie stupst, scharrt mit den Hufen und macht sehr deutlich, dass sie jetzt dran ist. Dabei ist sie keineswegs grob, sondern zutraulich, nahbar und voller Lebensfreude. Erna sucht den Kontakt, genießt Zuwendung und bringt mit ihrer offenen Art ordentlich Schwung in die Schafgemeinschaft.
Sie ist laut, präsent und herzlich – und genau deshalb aus unserer Herde nicht wegzudenken
Betti
Der sanfte Riese
Betti ist die Größte der Herde – und zugleich eine der zurückhaltendsten.
Sie hat das hellste Gesicht, eine ruhige Ausstrahlung und eine Art, die sofort entschleunigt.
Bevor Betti näher kommt, schaut sie erst einmal. Sie beobachtet in Ruhe, nimmt ihr Gegenüber genau wahr und entscheidet dann, wann sie bereit ist. Gibt man ihr diese Zeit, wird sie zutraulich, lässt sich anfassen und genießt Nähe auf ihre sanfte Weise.
Ihre Wolle ist die weichste der ganzen Truppe – und an den süßen braunen Punkten an ihren „Knien“ ist sie unverwechselbar zu erkennen.
Streng genommen sind es natürlich keine Knie, sondern Vorderfußwurzelgelenke – aber süß sehen sie trotzdem aus, und Betti trägt sie mit großer Würde.
Betti zeigt, dass Zurückhaltung nichts mit Distanz zu tun hat, sondern mit Achtsamkeit, Ruhe und Vertrauen.
Frieda
Frieda ist Lottis Zwillingsschwester – genauso klein, mit kurzen Beinen unterwegs, aber vom Wesen her ihr genaues Gegenteil. Während Lotti mutig vorangeht, bleibt Frieda lieber im Hintergrund und beobachtet erst einmal.
Sie hat das auffälligste Gesicht der Herde mit den hellsten Augen – ein Blick, der hängen bleibt. Frieda ist schüchtern und vorsichtig, doch wenn sie Nähe zulässt, zeigt sich, wie herzlich und sanft sie ist. Besonders ihr Gesichtsfell ist überraschend plüschig und lädt zum vorsichtigen Berühren ein.
Frieda zeigt ihre Schönheit auf leise Weise. Wer sich Zeit nimmt, sie kennenzulernen, entdeckt ein unglaublich niedliches, sensibles Schaf mit ganz viel Charme.
Tiergestützte Intervention
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